Counter

Wetter in Mölkau

Heimat- und  Kulturverein Mölkau e.V.

Zeittafel von Mölkau bis zur Vereinigung mit Zweinaundorf

1324 - Das sorbische Dorf Mölkau wird zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

1381 - Das Thomaskloster zu Leipzig wird mehr als 150 Jahre alleinige Dorfherr von Mölkau sein.

1813 - Bei der Völkerschlacht zu Leipzig spielen Mölkau und Zweinaundorf eine bedeutende Rolle: Hier findet am 18. Oktober die Wende in der Schlacht gegen Napoleon statt. Mölkau wird, wie andere Dörfer um Leipzig, verwüstet.

1844 - Die erste Windmühle wird in Mölkau gebaut. In den darauf folgenden Jahren erhält das Dorf einen Gasthof und ein Gemeindehaus.

1863 - An die Gefallenen der Völkerschlacht erinnert der von Dr. Theodor Apel gestiftete Stein Nr. 39 mit der Inschrift: General Reynier, VII. Korps, 10000 Mann.

1875 - Auflösung der alten Bauernherrschaft und Gründung des ersten Gemeinderates.

1891 - Die Pianofortefabrik der Gebrüder Zimmermann lässt sich in Mölkau nieder.

1892 -Mölkau bekommt eine eigene Schule.

1907 - Edwin Emmerich ist der erste hauptamtliche Gemeindevorstand und ab 1927 Bürgermeister von Mölkau.

1911 - In dem kommenden Jahrzehnt erlebt Mölkau eine wirtschaftliche Blüte: Zahlreiche Unternehmen - darunter das Triumphatorwerk und die Atlas - Ago A.G. - lassen sich hier nieder. Außerdem erhält Mölkau einen Busanschluss zu Leipzig.

1925 - In Mölkau leben 1343 Einwohner (im Jahr 1882 waren es kaum 200).

1926 - Im Zentrum ihrer Gemeinde erhalten die Mölkauer ein Rathaus.

1934 - Am 1. April erfolgt der Zusammenschluss mit Zweinaundorf zu einer großen Gemeinde, die künftig nur noch "Mölkau" heißt.

 

 

Zeittafel von Zweinaundorf bis zur Vereinigung mit Mölkau

1335 - Die beiden Dörfer Kellners Nuendorf und Gottschalges Nuendorf finden ihre erste urkundliche Erwähnung.

1607 - Aus Ober- und Niedernauendorf entsteht die Bezeichnung Zwei Navendorff bzw. Zwey Nauendorff.

1614 - Die vom Gerichtsherren Joh. Scipio erbaute Kirche wird eingeweiht. Von ihm wird auch das im unteren Ortsteil liegende Rittergut bewirtschaftet.

1726 - Das Rittergut wird an den Leipziger Kommissionsrat und Kreisamtsmann Dr. Thomas Wagner verkauft. In 30 Jahren entsteht aus dem 21 Hektar großen Gutspark ein englischer Garten.

1765 - Das Rittergut geht über in den Besitz des Kurfürstlichen Sächsischen Hof- und Justizrates Dr. Rudolf August Schubarth, der gleichzeitig Bürgermeister von Leipzig ist.

1813 - Während der Völkerschlacht werden der Gutspark fast und das Herrenhaus vollständig zerstört.

1840 - Robert Schumann und Clara Wieck verbringen den Nachmittag ihrer Hochzeit im Gutspark, der nach der Völkerschlacht neu gestaltet worden ist.

1872 - Die Plastik "Hirschgruppe" wird auf dem Platz des ehemaligen Herrenhauses aufgestellt.

1873 - Zweinaundorf erhält seine erste Schule.

1887 - An der neu erbauten Eisenbahnstrecke Leipzig - Geithain bekommt Zweinaundorf ein Haltestelle.

1901 - Der Zweinaundorfer Gasthof entwickelt sich zu einer beliebten Ausflugsstätte. Er bleibt bis 1950 im Besitz der Familie Petzold.

1924 - Der Siedlungsverein Zweinaundorf e.V. gründet sich. In den kommenden Jahren werden 200 Häuser gebaut. Das Dorf entwickelt sich zum Landhausvorort.

1934 - Bevor sich Zweinaundorf mit Mölkau zusammenschließt leben hier 1564 Einwohner.

 

 

Zeittafel von Mölkau & Zweinaundorf nach der Vereinigung

1935 - Im Dreieck zwischen der heutigen Chemnitzer, Leipziger und Zweinaundorfer Straße entsteht eine Wohnsiedlung mit 68 Häusern.

1945 - Bedingungslose Kapitulation Deutschlands am 8. Mai. Mölkau wird unter Sowjetische Miltär-Administration (SMAD) gestellt. Bürgermeister Edwin Emmerich wird des Amtes enthoben. Familie Seeger-Kelbe muss das Herrenhaus verlassen, in dem Umsiedler untergebracht werden und das später als Schule dient. Die Betriebe werden enteignet und zu Volkseigenen Betrieben (VEB) erklärt.

1949 - Am 7. Oktober wird die DDR gegründet.

1956 - Einweihung eines Jugendheimes in der Engelsdorfer Straße. Im Keller des Gemeindeamtes wird das Gemeindebad wiedereröffnet.

1957 - Die Arbeiter-Wohnungsbau-Genossenschaft (AWG) des Triumphatorwerkes Mölkau wird gegründet.

1958 - Eröffnung der Kinderkrippe in der Geschwister-Scholl-Straße. Die Lebensmittelkarten werden abgeschafft.

1965 - Baumaßnahmen an der Zweinaundorfer Kirche. Der Kirchturm wird saniert.

1968 - In der Schulstraße wird die neu errichtete Polytechnische Oberschule (POS) eröffnet.

1969 - In der Zweinaundorfer Straße entsteht ein Kindergarten. Die Kirche erhält zwei neue Glocken.

1974 - Mölkau feiert sein 650-jähriges Bestehen.

1979 - Nach Modernisierung und Rekonstruktion wird das Kulturhaus Mölkau (heute Gasthof Zweinaundorf) wieder eröffnet und in den Folgejahren zum kulturellen Zentrum des Ortes.

1983 - In der Schulstraße wird ein zweiter Schulneubau zur Nutzung übergeben.

1984 - Die restaurierte "Hirschgruppe" wird vor dem Kulturhaus aufgestellt.

1985 - Das Standesamt der Gemeinde wird neu gestaltet.

1989 - Im Frühjahr zeigt in einem Fachwerkbau in der Gottschalkstraße der Fotograf Peter Langer seine Sammlung historischer Fototechnik. Im Herbst leiten Massendemonstrationen in Leipzig die politische Wende ein.

1990 - Karlheinz Illgen wird nach zwei Diktaturen erster frei gewählter Bürgermeister.

1992 - Dr. Roland Siegemund übernimmt das Amt des Bürgermeisters. Es kommt zu zahlreichen Straßenumbenennungen. In einem Bürgerentscheid votieren die Mölkauer gegen eine Eingemeindung nach Leipzig.

1994 - Mölkau hat wieder 4000 Einwohner. Zahlreiche Bauvorhaben (Wohnungen, Gewerbe, Dienstleistungen) prägen für die nächsten Jahre das Ortsbild.

1995 - Wiederholter Bürgerentscheid gegen die Eingemeindung. Das Buch "Mölkau - Zweinaundorf. Eine Heimatgeschichte" aus dem Jahr 1937 erfährt seine Neuauflage.

1998 - Das ökologische Stadtgut wird in Gegenwart des Bundesarbeitsministers eröffnet. Der Sächsische Landtag verabschiedet ein Gesetz zur Eingemeindung Mölkaus nach Leipzig.

1999 - Mölkau feiert sein 675-jähriges Bestehen und wird per Gesetz zum 1. Januar in die Stadt Leipzig eingemeindet.

2000 – Durch die Vereinigung mit Leipzig müssen 34 Straßennamen umbenannt werden. Der Ortschaftsrat bildet eine Arbeitsgruppe von der diese wichtige Aufgabe gelöst wird. Der Stadtrat beschließt Anfang Dez. 2000 die Änderungen, die per 01.04.2001 Gesetzeskraft erhalten. (siehe Geschichte Straßennamen)

Quelle: Broschüre Mölkau, Ausgabe 1999, Herausgeber Heimat- und Kulturverein Mölkau e.V.